Friday, September 25, 2015

ciao for now.


Beim letzten Mal sprach ich vom Umziehen und jetzt komme ein halbes Jahr später daher mit der Neuigkeit: Ich bin umgezogen! Nicht ins virtuelle Wunderland Wordpress, aber ins Bergische Land, im Juli schon.



Ein halbes Jahr habe ich mich nicht hier her getraut, in mein Online-Heim. Davor ließ ich mir auch schon oft Zeit, trotzdem frage ich mich wie sechs Monate verflogen sind, wieso ich das hier nicht vermisst habe. So sehr ich auch dankbar bin für alles, das mir dieser Blog beschert hat, bin ich irgendwie raus. Natürlich hat es damit zu tun, dass ich letztes Jahr andere Prioritäten hatte (you know, Abschluss machen, Abschied nehmen). Es hatte auch damit zu tun, dass mein letztes (echtes) Heim so unheimlich unfotogen war und ich mich darin so maximal selten wie möglich aufhielt (#schimmel). Ich wollte das, was ich hier erreicht habe, auch gern beruflich einsetzen und hatte mich bemüht, in die Social Media-Branche einzusteigen. Die Zeitform verrät euch schon: so kam es nicht. Hier wollte man mich und dann passte die Vakanz nicht mehr, anderenorts passte die Stelle perfekt, aber ich offenbar nicht. Während des gesamten Studiums und danach und so auch heute habe ich unterrichtet; deshalb weiß ich, dass ich das mittlerweile auch gut kann. Jungen Menschen etwas beizubringen oder ihnen anders zu helfen, erwachsen zu werden, gibt dir immer etwas zurück (ja, ich weiß, #SÜLZ). Als Lehrer bist du weniger eine Nummer, es geht nicht unbedingt um Profit, und auch wenn du trotzdem oder gar besonders unter Strom stehst und dir das Burnout schon vom anderen Ende zuwinkt, Lehrerin will ich sein. Im November beginnt mein Vorbereitungsdienst, und ich habe mich selten so gefreut. Es steht eine Menge Stress bevor, aber ich weiß, dass ich auf dem richtigen Weg bin.


Danke an Ernstings für den kuscheligen Schal!

Spulen wir noch mal zurück: Im Juli musste ich also mein geliebtes Mainz verlassen, was mir nach wie vor sehr schwer fällt, weil ich damit die unmittelbare Nähe zu meinen Freunden und meiner Familie aufgeben musste. Ganz allgemein gesehen ist es in Mainz einfach wunderbar und ich weiß, dass ich dort viele Wurzeln habe. Trotzdem zählte ich die Sekunden bis ich ausziehen konnte, weil wir jetzt in einer richtig schönen Wohnung sind, in der ich durchatmen kann (#altbau #stuck #fancy). Eigentlich hätte ich nach Nippes ziehen müssen, denn ebenjener bedeutet mir so viel, dass ich fast eine Träne verdrückt habe, als ich alle meine „Silbernixelchen“ (manche nennen es Ramsch, andere Kitsch, wieder andere Staubfänger) wieder auspacken konnte, weil sie seit meinem vorletzten Umzug im Oktober eingelagert waren. In dieser Beziehung bin ich auch angekommen. Ich wohne jetzt nicht nur schöner, ich lebe jetzt schöner, weil auch bald das „Jobben“ ein Ende hat. Letzteres hat mich sehr bereichert an Erfahrungen, die ich nicht missen möchte, aber mir auch oft das Gefühl vermittelt, nicht komplett und buchstäblich wertgeschätzt zu werden.





Hier und heute geht es mir richtig gut. Ich habe am neuen Wohnort zumindest schon zwei liebe Bezugspersonen (♥ Janis und Charlotte), Köln und Düsseldorf sind um die Ecke, Mainz nicht allzu weit weg, ich bin immer noch verliebt (bald 10 Jahre, #relationshipgoals). Und dabei habe ich noch keinen Kleiderschrank hier! `S Lebbe geht weidä.

Danke an Dantrick für die süße Karte. :'( ♥


Um es auf den Punkt zu bringen, ich war „analog“ so damit beschäftigt, anzukommen, dass das Digitale zu kurz gekommen ist. Irgendwie habe ich ein bisschen Interesse verloren am Bloggen, weil ich mich dem Ganzen nicht so widmen kann wie es meine Zeit und Lust erlaubt. Dass das im Referendariat noch doller wird, ist quasi vorprogrammiert. Es ist auch mein Eindruck, dass Blogs irgendwie gestrig sind. Ich lese kaum noch Blogs und folge denen, die mir am Herzen liegen, auch eher im echten Leben (#IRL #conceptual). Zugegeben, wer mein Facebook-Freund ist, fühlt sich sicherlich immer eher übersättigt von meinen Updates – ich teile digital immer noch gern und viel, aber eben nur „privat“ (ich weiß, dass sich das natürlich ausschließt, aber ihr versteht mich schon richtig). Das Große und Ganze, Stichwörter wie Body Positivity, interessieren mich noch immer und werden mich auch weiter beschäftigen. Mit dem Micro-Blogging über Facebook, Instagram oder Twitter werde ich bestimmt wieder warm, also freue ich mich, da noch viel von euch zu sehen und euch zu zeigen. Ich sage hier, auf Dollface.de, erst einmal bis bald und Danke für alles. Hashtag blessed.



Im Bild links zu sehen: unsere teure Wohnzimmerlampe, die wir auch nach drei Monaten noch nicht an die Decke montiert bekommen haben :D


Wir sehen uns ♥




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English translation after the jump!